Vortrag zu Transplant. – Center des Univ. Klinikums Graz

Nach der Begrüßung durch Obmann Werner Gollner hielt Prof. Dr. Harld Schrem folgenden Vortrag:

Vor einem Jahr kam ich nach Graz und arbeite seitdem in der Transplant- Chirurgie des Universitätsklinikums Graz. In den vergangenen 4 Jahren war ich in Hamburg mit der Verbesserung der Transplant -Situation befasst. Da ich davon überzeugt bin, dass die Zusammenarbeit von Ärzten mit Selbsthilfeorganisationen wichtig ist, war und bin ich in der BRD Mitglied des BdO. Ich bin  auch Mitglied des TransPlantClubs. Es freut mich sehr, dass   im Bereich des Klinikums Graz  eine Verbesserung der Zusammenarbeit mit Patientenvertretern aus Selbsthilfegruppen festzustellen ist. Angehörige der Betroffenen sollten noch besser eingebunden werden.

 Im Bereich der Lebertransplantationen ist in Graz eine wesentliche Verbesserung der Patientenversorgung durch die Verwendung von 4 Perfusionsmaschinen erreicht worden. Diese Maschinen werden für den Transport von Organen eingesetzt. Wir haben in Graz derzeit je zwei verschiedene Geräte, die je nach Erfordernis angepasst werden können. Sie versorgen während des Transportes die Organe mit Blut und Sauerstoff und halten die Temperatur (Kühlung) konstant, die Organe können in dem Gerät auch getestet werden. Die Anschaffung einer solchen Maschine ist auch für TX-Nieren angedacht.

Die KAGES (UP Dr. Tscheliessnigg) hat in der Organisation des Transplantationszentrums Graz Herz-Leber-Nieren und Lunge zusammengeführt. Diese Änderung der Organisationsstruktur zusammen mit allen Abteilungen der Chirurgie ist natürlich ein sehr schwieriges Unterfangen. Es sollen ja in naher Zukunft auch wieder Herztransplantationen in Graz durchgeführt werden. Derzeit wird in Graz die Nachversorgung von Herztransplantierten weiterhin durchgeführt, in Zusammenarbeit mit der Kardiologie. Mängel bei der Versorgung von Patienten soll durch Selbsthilfeorganisationen angesprochen werden. Man soll sich aber auch um Patienten auf der Warteliste und nach Transplantationen kümmern.“

Zu diesem Thema stellte ein Herzpatient, der von einem Herz –Unterstützungssystem abhängig ist, folgendes fest: „Ich fühle mich im Klinikum Graz völlig unzulänglich betreut. Es gibt hier für mich einen einzigen Arzt, der mir im Fall eines Alarms meines Herzunterstützungssystems helfen kann. Was passiert mit mir, wenn dieser Arzt nicht da ist? Gibt es vielleicht eine Art Telemedizin über mein Smartphone wie in einigen Gesundheitsbereichen schon eingerichtet, damit ich mir selbst helfen kann, wenn es in der Klinik keinen Betreuer gibt?“!

Prof. Dr. Schrem: “Wir wissen, dass hier ein großes Vakuum vorhanden ist und arbeiten fest an Verbesserungen. Telemedizin gibt es in Ihrem Fall nicht.“

Dr. Rene Eibinger h.c. (Kassier im SH. Verein TPC) wies dazu darauf hin, dass Prof. Dr. Schrem von den eigentlich zuständigen Ärzten trotz derer Einladung im Stich gelassen wurde!

Abschließend bedankte sich Prof. Dr. Schrem für die Aufmerksamkeit und das große Interesse der Anwesenden.

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